Wir erwirken für Sie einen Mahnstopp damit sie sich in aller Ruhe mit uns um eine Klärung Ihrer Angelegeheiten kümmern können.

Außergerichtliche Lösungen

Ein ehrlicher und langfristiger Haushaltsplan (Einnahmen und Ausgaben – siehe Seite 10f) ist Voraussetzung für alle Schuldenregulierungsversuche,ob außergerichtlich oder gerichtlich. Vereinfacht
gesagt: Einkommen erhöhen, Ausgaben senken,Haushaltsplan erstellen und einhalten! Die konkreteaußergerichtliche Regelung und deren Ablauf sind
natürlich von Fall zu Fall verschieden, das Grundmuster ist überall gleich:
1. Schritt: Bestandsaufnahme (Schuldenstand, Ausgaben ...)
2. Schritt: Gesamtstrategie entwickeln
3. Schritt: Verhandlungen
4. Schritt: Vereinbarungen einhalten, GläubigerInnen laufend informieren
5. Schritt: Neu verhandeln bei neuen Problemen

1. Bestandsaufnahme
Ein zweckmäßiger und durchführbarer Schuldenregulierungsplan setzt eine nüchterne Bestandsaufnahme voraus. Verschaffen Sie sich also einen Überblick, indem sie eine ehrliche und umfassende Einnahmen/Ausgabenliste und eine vollständige Aufstellung Ihrer Verbindlichkeiten erstellen. Überlegen Sie anhand der Einnahmen/Ausgabenliste, wo gegebenenfalls eingespart und wie das Einkommen erhöht werden kann. Natürlich müssen bei dieser Schätzung zukünftige Entwicklungen bei Einnahmen und Ausgaben nach Möglichkeit mitbedacht werden. Auf dieser Basis können Sie einfach errechnen, welcher Betrag jeden Monat zur Schuldentilgung verwendet werden und daher als Ausgangsbasis für den Sanierungsplandienen kann.

2. Gesamtstrategie entwickeln
Als zweiten Schritt gilt es, eine Gesamtstrategie zu entwickeln, die den eigenen Leistungsgrenzen und der Verschuldungslage entspricht. Diese Gesamtstrategie kann durchaus eine Mischung aus verschiedenen der unten dargestellten Regulierungsmöglichkeiten sein, es gibt kein Patentrezept. Basis der Überlegungen ist ja immer Ihre ganz persönliche Situation. Besonders wichtig ist die Berücksichtigung aller GläubigerInnen, auch der „leisen oder vergessenen"!

3. Verhandlungen
In der dritten Phase muss durch entsprechende Verhandlungen die Zustimmung aller GläubigerInnen zum vorgeschlagenen Weg erreicht werden. Ziel der GläubigerInnen ist es immer, möglichst die gesamten Betreibungskosten, das Kapital und die Zinsen zu bekommen und zu diesem Zweck können sie die SchuldnerInnen gerichtlich klagen und exekutieren lassen. Wenn das aber aufgrund der wirtschaftlichen Lage der SchuldnerInnen sinnlos ist, bemühen sich seriöse GläubigerInnen um Schadensbegrenzung. Die Grenze der Zugeständnisse wird dabei durch die aktuelle und zukünftige Leistungsfähigkeit der SchuldnerInnen vorgegeben. Die GläubigerInnen werden daher nur einer sachlichen Argumentation folgen und sich vor mehr oder weniger geschickten Tricks hüten. Die Verhandlungsführung kann mündlich oder schriftlich erfolgen, das Endergebnis sollte jedenfalls schriftlich festgehalten und sorgfältig aufbewahrt werden.

4. Vereinbarungen einhalten, GläubigerInnen laufend informieren
Vereinbarungen einhalten, das klingt so selbstverständlich und einfach, und doch entstehen viele Schuldenprobleme durch Schlampereien. Organisieren Sie Ihre Zahlungen daher möglichst langfristig, z.B.
durch einen Dauerauftrag am Konto, und behalten Sie ständig den Überblick. Wichtige Zahlungsfristen sollten Sie auch gut sichtbar im Kalender eintragen.

5. Neu verhandeln bei neuen Problemen
Bei Zahlungsschwierigkeiten sollten Sie möglichst rasch die GläubigerInnen informieren und konkrete neue Zahlungsvorschläge machen.

Schuldenregulierung ohne Gericht
■ Ratenvereinbarung/-änderung
■ Stundung
■ Zinsfreistellung/-senkung
■ Umschuldung
■ Außergerichtlicher Ausgleich (Vergleich)